Inhaltsverzeichnis
- 1 Holy Gosh Darn: Chaos im Himmel und eine zweite Chance
- 2 Das Gameplay: Zeitreisen und ein enges Zeitfenster
- 3 Die Grafik von Holy Gosh Darn: Cartoonästhetik trifft auf schwarzen Humor
- 4 Was mir gefallen hat: Humor und Rätselvielfalt
- 5 Was mir nicht gefallen hat: Steuerungsschwächen und Farbrätsel
- 6 Holy Gosh Darn: Mein Fazit
The Holy Gosh Darn ist das dritte Spiel in der sogenannten Tuesday-Trilogie von Perfectly Paranormal, einem norwegischen Indie-Entwicklerstudio, das bereits für die schrägen Spiele „Manual Samuel“ und „Helheim Hassle“ verantwortlich war. Das Spiel kombiniert Abenteuer- und Puzzle-Elemente und erzählt die Geschichte der Engel Cassiel, die den Himmel retten muss, nachdem ein unerwarteter Ansturm von Geistern alles ins Chaos stürzt. Mit einer Mischung aus absurd-witzigen Dialogen und einer dynamischen Zeitreise-Mechanik versucht Ihr, die drohende Apokalypse aufzuhalten.
Holy Gosh Darn: Chaos im Himmel und eine zweite Chance
Die Geschichte beginnt mit einem entspannten Nachmittag im Himmel, als Cassiel und ihre beste Freundin Puriel auf einer Parkbank sitzen und ein einfaches Spiel namens „Guess That Dog“ spielen. Dabei versuchen sie, die Ankunft der nächsten Hunde vorherzusagen, die durch das Himmelstor treten werden – eine humorvolle Hommage an den Zeichentrickfilm „Charlie: Alle Hunde kommen in den Himmel“. Doch dieser ruhige Moment wird jäh unterbrochen, als eine massive Geisterhorde in den Himmel stürmt und ein chaotisches paradoxes Ereignis auslöst, das schließlich in einer alles vernichtenden Explosion gipfelt.

Cassiel und die anderen Engel werden von der plötzlichen Katastrophe überrascht und haben keine Chance zu reagieren, bevor alles zerstört wird. Doch anstatt einfach ausgelöscht zu werden, erwacht Cassiel in einer mysteriösen, weißen Leere. Dort trifft sie auf den Tod persönlich, auch bekannt als Azrael. Azrael gesteht, dass er möglicherweise für das entstandene Chaos verantwortlich ist und gibt Cassiel eine zweite Chance. Er überträgt ihr die Fähigkeit, durch die Zeit zu reisen, um das Geschehene ungeschehen zu machen. Ihr Ziel ist klar: Das heilige Artefakt namens „The Holy Gosh Darn“ zu finden, ein mächtiges Relikt, das den Himmel vor der bevorstehenden Zerstörung schützen soll. Cassiel hat nur bis 18:00 Uhr Zeit, um das Artefakt zu finden und den Himmel zu retten, bevor alles erneut in einem großen Knall endet.

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Das Gameplay: Zeitreisen und ein enges Zeitfenster
Das zentrale Spielelement in „The Holy Gosh Darn“ ist Cassiels Fähigkeit, in 15-Minuten-Intervallen durch die Zeit zu reisen. Ihr könnt die Zeit sowohl vor- als auch zurückdrehen, um Rätsel zu lösen und die Geschichte voranzutreiben. Das Zeitfenster, um die Welt zu retten, beträgt insgesamt sechs Stunden und jeder Versuch, den Himmel vor der Zerstörung zu bewahren, wird immer effektiver, je mehr Ihr über die Abfolgen der Ereignisse lernt. Später im Spiel könnt Ihr auch spezifische Zeitstempel setzen, um auf den Punkt genau zu einem Moment zurückzukehren, was beim Erforschen der umfangreichen Dialoge und Puzzles enorm hilfreich ist.

Die Grafik von Holy Gosh Darn: Cartoonästhetik trifft auf schwarzen Humor
„The Holy Gosh Darn“ präsentiert sich im typischen 2D-Zeichenstil der Tuesday-Trilogie. Die Grafik erinnert an Serien wie „Gravity Falls“ oder „Over the Garden Wall“ und verleiht jedem Charakter und jedem Schauplatz ein unverkennbares Design. Ob in den goldenen Wolken des Himmels, den labyrinthartigen Gassen der „Mysterious Ways“ oder im modernisierten Helheim – jedes Setting ist ein liebevoll gestaltetes Highlight. Auch der Soundtrack ist passend schräg und kombiniert fröhliche, entspannte Klänge mit der drängenden Dramatik der jeweiligen Situation. Das Ergebnis ist eine ständige Gegenüberstellung von Cassiels Panik und der entspannten Umgebung, was für viele komische Momente sorgt.

Was mir gefallen hat: Humor und Rätselvielfalt
Besonders gefallen hat mir die gelungene Mischung aus humorvollen und einfallsreichen Rätseln. Einige der besten Momente sind die, in denen man wiederholt auf die schrägen Nebencharaktere trifft, welche von übermäßig gesprächigen Engeln bis hin zu stinkfaulen Höllenbewohnern reichen. Cassiels Möglichkeit, Gespräche abrupt abzuwürgen, brachte mich öfters zum Lachen und und zeigte, wie unbeeindruckt sie von Ihrer eigentlich doch so großen Verantwortung war. Auch das Zeitreisen und das Experimentieren mit verschiedenen Wegen, um schneller ans Ziel zu kommen, hat Spaß gemacht.

Was mir nicht gefallen hat: Steuerungsschwächen und Farbrätsel
Weniger überzeugend war die Steuerung, die besonders bei Plattform-Abschnitten manchmal frustrierend ungenau war. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft ein Rätsel, das auf der Farberkennung basiert. Obwohl es für mich persönlich kein Problem darstellte, könnte dies für farbenblinde Spieler eine unnötige Hürde sein. Hier hätte man durch das Hinzufügen von Symbolen für bessere Zugänglichkeit sorgen können.
Holy Gosh Darn: Mein Fazit
The Holy Gosh Darn ist ein witziges und charmantes Abenteuer, das sowohl Fans der Vorgängerspiele als auch Neueinsteiger in die Serie begeistern dürfte. Mit seinem absurden Humor, den liebevoll gestalteten Schauplätzen und den kniffligen Zeitreise-Rätseln bietet das Spiel etwa acht Stunden unterhaltsame Spielzeit. Es lebt vor allem von seinen skurrilen Charakteren und den immer wieder neuen Dialogoptionen, die dazu einladen, die Spielwelt genau zu erforschen. Wenn Ihr ein Faible für absurden Humor habt und gerne in kreative Rätsel eintaucht, ist das Spiel definitiv einen Blick wert.
